Mitglied
Es ist mal wieder Zeit, dass ich mich über ein paar komische Tugenden in Italien auslasse:
Da ich gerade beim Einparken bin - letztes Wochenende sind meine Freundin und ich mit zwei römischen Freunden von uns ausgegangen. Wir sind mit deren Auto in ein Viertel gefahren, in dem es viele Discos, Clubs und Bars gibt. Als wir uns gerade auf eine längere Parkplatzsuche eingestellt haben (in Italien fahren alle mit dem Auto zum Ausgehen, weil die Meisten eh nicht viel trinken - Pussies), fährt zufällig ein Auto genau vor uns aus einer Parklücke raus. Wir übernehmen den Platz natürlich gerne und ein abgefuckter Typ fängt dann auch schon wild mit den Armen zu rudern an um uns einzuweisen. Da schwahnt es mir schon. Von denen hab ich schon gehört - die inoffiziellen Parkplatzzuteiler. Sie geben dir quasi einen Parkplatz und du zahlst ca. zwei Euro dafür. Sonst gibt's einen schönen Kratzer in's Auto, oder, weil hier sowieso jedes Auto zerkratzt und zerbeult ist, einen schönen platten Reifen. Und da man ja gerne auch wieder nach Hause fahren will, drückt man die zwei Euro also lieber ab. So läuft das hier. Ganz einfach. Dass dieses Einkommen nicht versteuert wird, brauch ich keinem erzählen, oder?
Apropos Steuern - wenn man in Italien ein Lokal hat, scheint es ein Gesetz zu geben, dass man weniger Steuern zahlen muss, wenn das Lokal als eine Art Vereinsgaststätte geführt wird. So hab ich jetzt neben der Videothek-Mitgliedschaft auch noch Mitgliedskarten von Billardlokalen, Kifferbars und weiß der Teufel noch was. Nur beim Supermarkt hab ich noch keine.
Obwohl die Kassiererin mich immer wieder danach fragt. Wenn man so eine hat, scheint man irgendwann mal Bonusgutscheine zu bekommen, die den sinnvollen Wert von ca. 1,35 EUR haben. Wenn man sich im Supermarkt also versucht in die schnellste Schlange einzureihen, kann man sich sicher sein, dass irgendjemand in der Schlange seinen Betrag von 27,98 EUR mit dutzenden von diesen komischen Gutscheinen zu begleichen gedenkt. Nachdem die Kassierer dann irgendwann an der Kopfrechenaufgabe scheitern, muss natürlich irgendwo ein Taschenrechner geholt werden. Der Klassiker "Kassenbonrolle ist ausgegangen", der einen zum ewigen Warten in der Kassenschlange verdonnert, hat in diesem Land also einen besten Freund "der Kunde will mit Gutscheinen bezahlen".
Also Italiener - lasst euer verdammtes Papiergeld daheim im Monopolikarton!
Da ich gerade beim Einparken bin - letztes Wochenende sind meine Freundin und ich mit zwei römischen Freunden von uns ausgegangen. Wir sind mit deren Auto in ein Viertel gefahren, in dem es viele Discos, Clubs und Bars gibt. Als wir uns gerade auf eine längere Parkplatzsuche eingestellt haben (in Italien fahren alle mit dem Auto zum Ausgehen, weil die Meisten eh nicht viel trinken - Pussies), fährt zufällig ein Auto genau vor uns aus einer Parklücke raus. Wir übernehmen den Platz natürlich gerne und ein abgefuckter Typ fängt dann auch schon wild mit den Armen zu rudern an um uns einzuweisen. Da schwahnt es mir schon. Von denen hab ich schon gehört - die inoffiziellen Parkplatzzuteiler. Sie geben dir quasi einen Parkplatz und du zahlst ca. zwei Euro dafür. Sonst gibt's einen schönen Kratzer in's Auto, oder, weil hier sowieso jedes Auto zerkratzt und zerbeult ist, einen schönen platten Reifen. Und da man ja gerne auch wieder nach Hause fahren will, drückt man die zwei Euro also lieber ab. So läuft das hier. Ganz einfach. Dass dieses Einkommen nicht versteuert wird, brauch ich keinem erzählen, oder?
Apropos Steuern - wenn man in Italien ein Lokal hat, scheint es ein Gesetz zu geben, dass man weniger Steuern zahlen muss, wenn das Lokal als eine Art Vereinsgaststätte geführt wird. So hab ich jetzt neben der Videothek-Mitgliedschaft auch noch Mitgliedskarten von Billardlokalen, Kifferbars und weiß der Teufel noch was. Nur beim Supermarkt hab ich noch keine.
Obwohl die Kassiererin mich immer wieder danach fragt. Wenn man so eine hat, scheint man irgendwann mal Bonusgutscheine zu bekommen, die den sinnvollen Wert von ca. 1,35 EUR haben. Wenn man sich im Supermarkt also versucht in die schnellste Schlange einzureihen, kann man sich sicher sein, dass irgendjemand in der Schlange seinen Betrag von 27,98 EUR mit dutzenden von diesen komischen Gutscheinen zu begleichen gedenkt. Nachdem die Kassierer dann irgendwann an der Kopfrechenaufgabe scheitern, muss natürlich irgendwo ein Taschenrechner geholt werden. Der Klassiker "Kassenbonrolle ist ausgegangen", der einen zum ewigen Warten in der Kassenschlange verdonnert, hat in diesem Land also einen besten Freund "der Kunde will mit Gutscheinen bezahlen".
Also Italiener - lasst euer verdammtes Papiergeld daheim im Monopolikarton!
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